Um 8.30 Uhr starteten wir mit einem gemütlichen Weißwurst-Frühstück
im Sportheim. Hauptthema waren natürlich das peinliche Ausscheiden der
Bayern aus der Champions League am Vorabend. Um 9.30 Uhr ging es mit dem
KSC-Bus und drei privaten Pkws mit insgesamt 16 Spielern und Trainer
Christian Urban über Landshut nach Rosenheim. Gegen Mittag erreichten
wir unsere Unterkunft und staunten nicht schlecht, als uns der
Seniorchef ganz stolz eine Wand mit Autogrammen großer Sportler und
Mannschaften zeigte, die schon bei ihm genächtigt hatten. Nachdem
KSC-Neuzugang Siggi Biendl erfuhr, das auch der FC Bayern mit einem
Nachwuchsteam schon zu Gast war, stellte er gleich klar, das für ihn
kein Bett „in dem schon mal ein Roter geschlafen hat“ in Frage kommt.
Als er aber dann ein Foto von Ex-Löwen-Trainer Werner Lorant entdeckte,
war er sichtlich erleichtert und wollte unbedingt in dessen Bett
schlafen. Vor allem viele Eishockeyteams wie die Düsseldorfer EG oder
die Krefeld Pinguine sowie ganz aktuell das russische
Olympia-Viererbobteam um Silbermedaillen-Gewinner Popow machten schon
Station im Gasthof Höhensteiger. Über die Russen wusste der Seniorchef
auch gleich eine schöne Geschichte zu berichten: Solange Trainer und
Betreuer mit am Tisch waren wurde nur Wasser getrunken und Nudeln
gegessen. Zu später Stunde, als die Sportler unter sich waren,
bestellten sie aber dann Schweinebraten mit Knödel und Weißbier! Eine
japanische Delegation hatte der Vollblut-Wirt ausdrücklich vor der
Wirkung von Blutwurz gewarnt, aber sie glaubten ihm nicht...
Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, gab es Mittagessen, bevor
wir zweieinhalb Stunden auf dem Kunstrasenplatz des TSV 1860 Rosenheim
trainieren konnten. Da am nächsten Morgen schon um 7 Uhr ein Morgenlauf
auf dem Programm stand verabschiedeten wir uns nach dem Abendessen
zeitig ins Bett. Pünktlich um 7 Uhr ging es am nächsten Morgen ca. 40
Minuten zum Laufen und anschließend zum Frühstück. Nachdem wir uns
gestärkt hatten, stand am Vormittag schon die nächste Einheit auf dem
Programm. Mittlerweile war auch der FC Oberpöring eingetroffen, mit
denen wir uns nachmittags noch mal den Kunstrasenplatz teilten und für
Sonntag morgen ein Freundschaftsspiel vereinbarten. Nach den drei
Einheiten am Freitag waren wir alle ziemlich platt und daher nutzten wir
die letzten Sonnenstrahlen nach unserer Rückkehr für ein gemütliches
„Erholungs-Weißbier“ auf dem Balkon des Engel/Fuchs-Zimmers. Zum
Abendessen trafen dann auch die Nachzügler Heitzer Andy und Maier Ralph
ein, die sich in der Erdinger Therme auf das Trainingslager vorbereitet
hatten. Am Abend wurde wieder fleißig Grasoberlt, mit den Oberpöringern
„eine Halbe getrunken“ und die Youngsters um „Taxi-Organisationstalent“
Josef Knott machten sich auf den Weg in das Rosenheimer Nachtleben.
Am Samstag morgen konnten wir noch eine Übungseinheit auf dem
Kunstrasenplatz einlegen, wobei es auch zum beliebten Spiel „Alt gegen
Jung“ kam. Das Ergebnis dieses Spiel ist dem Autor dieser Zeilen leider
entfallen, aber es war auf alle Fälle viel zu hoch! Der Nachmittag stand
zur freien Verfügung. Während die einen das Hallenbad unsicher machten
(Schelle!) vertrieben sich die anderen die Zeit im Rosenheimer
Eisstadion und machten Bekanntschaft mit der Rosenheimer
Eishockeylegende Mondi Hilger. Auch ein Drittel des DNL-Play-off-Spiels
zwischen Rosenheim und Berlin (9:3) sahen wir uns noch an und waren vor
allem vom Einsatz und der Spielfreude der Nachwuchscracks beeindruckt.
Am Samstag Abend fand in unserem Hotel dann leider ein „türkischer
Polterabend“ statt - unvorstellbare Szenen und Lautstärken! Wir
vertrieben uns daher die Zeit auf der hauseigenen Kegelbahn. Hier
konnten sich die „Alten“ wieder etwas rehabilitieren.
Am Sonntag spielten wir um 9 Uhr gegen Oberpöring. Auf
schneebedecktem Boden und bei eisigen Temperaturen siegte der KSC durch
Treffer von Roland Rappl (Elfmeter), Andreas Wallner und Martin Nebl mit
3:1. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es zurück Richtung Heimat.
Am frühen Nachmittag kamen alle wieder wohlbehalten in Kirchroth an.
Fazit: Vier schöne Tage mit guten (fast schneefreien!)
Trainingsbedingungen bei denen alle Beteiligten viel Spaß hatten und
auch reichlich Kraft für die Rückrunde tanken konnten.
Text: Robert Sprenger, Fotos: Martin Engel